18.03.2016 16:20

Bohrbetrieb in Trebur startet

Offizieller Meißelanschlag für das Geothermieprojekt im Kreis Groß-Gerau mit v.l.: Detlev Höhne (ÜWG-Geschäftsführer), Carsten Sittmann (Bürgermeister Trebur), Stefan Sauer (Bürgermeister Groß-Gerau), Jan Fischer (Bürgermeister Nauheim), Hans-Joachim Oschinski (Vorstand Riedwerke / Aufsichtsrat ÜWG), Walter Koppius (Aufsichtsrat ÜWG), Miroslav Gottfried (Bohrmeister MND)

Offizieller Meißelanschlag für das Geothermieprojekt im Kreis Groß-Gerau mit v.l.: Detlev Höhne (ÜWG-Geschäftsführer), Carsten Sittmann (Bürgermeister Trebur), Stefan Sauer (Bürgermeister Groß-Gerau), Jan Fischer (Bürgermeister Nauheim), Hans-Joachim Oschinski (Vorstand Riedwerke / Aufsichtsrat ÜWG), Walter Koppius (Aufsichtsrat ÜWG), Miroslav Gottfried (Bohrmeister MND)

Meißelanschlag für Hessens erstes Geothermiekraftwerk

Mit dem sogenannten Meißelanschlag begannen am Freitag im Beisein von etwa 50 geladenen Gästen und Projektbeteiligten offiziell die Tiefbohrarbeiten für Hessens erstes Tiefengeothermiekraftwerk. 

ÜWG-Geschäftsführer Detlev Höhne bezeichnete den Termin als wichtigen Meilenstein für das Geothermieprojekt der ÜWG und die Nutzung der Erdwärme im Kreis Groß-Gerau. „Auf diesen Tag haben wir die vergangenen Jahre hingearbeitet. Nach mehr als siebenjähriger Planung, Vorbereitung und umfangreicher Bürgerbeteiligung starten jetzt endlich die Bohrarbeiten. Nach Abschluss der ersten Bohrung in etwa drei Monaten wissen wir, wie viel Energie unter unseren Füßen schlummert. Dann können wir sagen, wie groß der Beitrag der geothermischen Energie für die Energiewende im Kreis Groß-Gerau wirklich ist“.

Die ÜWG wird bis zur Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerks 40 bis 50 Millionen Euro in Vorplanungen, Bohrungen und Kraftwerk investieren. Mit den Bohrarbeiten ist die Firma MND Drilling & Services beauftragt worden. Peter Rosegger, Betriebsführer von MND, erläuterte den Anwesenden den Aufbau und die Funktionsweise der Tiefbohranlage. Die 55 Meter hohe „Bentec-Bohranlage“, die mit einer Hakenlast von 450 Tonnen ausgestattet ist, wurde in den vergangenen zwei Wochen angeliefert und aufgebaut. In den nächsten Tagen sollen die Bohrarbeiten für das erste Bohrloch starten. Dann soll bis in die Tiefe von bis zu 4.000 Meter gebohrt werden, wo Temperaturen von 160 Grad bei einer Förderrate von circa 70 Liter pro Sekunde erwartet werden. Für Sommer ist der Abschluss der ersten Bohrungen geplant. Sollte man fündig werden, so könnten anschließend die Arbeiten für die zweite Bohrung starten. Der Kraftwerksbau ist für das Jahr 2017 vorgesehen.

Treburs Bürgermeister Carsten Sittmann freute sich, dass es nun losgeht: „Wir sind stolz, dass Hessens erstes Tiefengeothermiekraftwerk in Trebur entstehen soll. Das Geothermieprojekt der ÜWG ist nicht nur ein wichtiger Beitrag für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Energiewende in der Region, sondern auch ein Vorbildprojekt in Sachen Bürgerbeteiligung. Dieses Projekt hilft uns bei der Umsetzung unserer politischen Beschlüsse zur Energiewende“.